Ich kannte diese Stimme von irgendwoher, als mich jemand mit einem freundlichen "Hey!" ansprach. Als ich mich umdrehte, stand plötzlich Andy vor mir.
Sie hat sich seit unserem letzten Zusammensein beim Abiball kaum verändert. Sie ist immer noch das nette, gut erzogene, korrekt gekleidete Mädchen von nebenan. Ich meine das nicht negativ. Im Gegenteil, es hat mich wirklich gefreut sie wiederzusehen (auch wenn die Schultoilette nicht gerade der geeignetste Ort dafür ist *gg*).
Sie hat mir erzählt, dass sie ihr Studium abgebrochen hat und im August ihre Ausbildung zur Industriekauffrau begonnen hat. Und nun hat sie jeden Freitag nur zwei Räume weiter mit dem Mist herum, mit dem ich mich letztes Jahr schon rumärgern durfte.
Komisch, oder? Ihr macht der Job und alles drumherum sehr viel Spass ...während ich jede Woche aufs Neue innerlich über das Verhalten meiner Kollegen, meine "Aufgaben" und sowieso über alles fluche. Dass wir doch sehr verschieden sind, hab ich in den drei Jahren Oberstufe gemerkt, aber dass es so gegensätzlich läuft, ist für mich pure Ironie...
Ich hab mir selbst eine Frist gesetzt mich zu entscheiden. Vielleicht hab ich das innerlich auch schon getan. Sonst würde ich wohl kaum während meiner offiziell nicht vorhandenen Mittagspause Infos zu interessanten Studienfächern sammeln...
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